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Blog » Versicherung der Zukunft » Autos und Nachhaltigkeit: Ein Plädoyer für nachhaltiges Fahren
Versicherung der Zukunft

Autos und Nachhaltigkeit: Ein Plädoyer für nachhaltiges Fahren

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Autos und Nachhaltigkeit gehören nicht automatisch in denselben Satz. Über Jahrzehnte stand das private Auto für Emissionen, Staus und Ressourcenverbrauch. Auf den ersten Blick kann die Kombination von Telematik-Apps mit Nachhaltigkeit wie eine kosmetische Übung wirken statt wie ein sinnvoller Beitrag – oder schlimmer: ein Beispiel für Greenwashing, als Innovation verkleidet.

Mobilität verschwindet nicht. Versicherer, Mobilitätsanbieter und Fahrer bewegen sich weiterhin in einer Welt, in der Autos für das tägliche Leben und die wirtschaftliche Aktivität essenziell bleiben. Die eigentliche Frage ist nicht mehr, ob Autos nachhaltig sind. Die relevantere Frage ist, wie das Fahren selbst nachhaltiger werden kann – durch messbare Verbesserungen bei Verhalten, Effizienz und alltäglichen Mobilitätsentscheidungen.

Autos sind vielleicht nicht von Natur aus nachhaltig – aber Fahren kann es sein.

Genau hier verschiebt Telematik die Perspektive. Statt Autos und Nachhaltigkeit als strukturelle Gegensätze zu betrachten, können Versicherer Verhaltens-Insights, Anreize und intelligente Kommunikation nutzen, um Emissionen Fahrt für Fahrt, Fahrer für Fahrer zu reduzieren.

Die falsche Gegenüberstellung: Auto vs. Nachhaltigkeit

Die traditionelle Debatte ist binär. Autos stoßen CO₂ aus. Nachhaltigkeit verlangt geringere Emissionen. Also sind Autos das Problem.

Doch dieses Framing ignoriert zwei wichtige Realitäten.

Erstens hat das Fahrverhalten einen messbaren Einfluss auf die Emissionen. Dasselbe Fahrzeug kann je nach Geschwindigkeitsmustern, Beschleunigung und Fahrtenstruktur deutlich unterschiedliche CO₂-Werte erzeugen.

Zweitens geht es bei Versicherungs-Telematik nicht nur um risikogerechte Tarifierung. Es geht darum, Verhalten zu beeinflussen. Und Verhalten ist einer der wenigen Hebel, die Versicherer realistisch in großem Maßstab aktivieren können.

Statt zu fragen „Sind Autos nachhaltig?“, lautet die hilfreichere Frage: „Wie können wir jede Fahrt nachhaltiger machen als die vorherige?“

Von abstrakten Klimazielen zu messbaren Fahrten

Nachhaltigkeitsdiskussionen bewegen sich oft auf Makroebene: Flottendurchschnitte, regulatorische Ziele, nationale CO₂-Fußabdrücke. Fahrer erleben Mobilität jedoch auf Mikroebene – eine Fahrt nach der anderen.

Telematik ermöglicht es, Nachhaltigkeit in etwas Greifbares zu übersetzen.

Versicherer brauchen keine lange Feature-Liste, um Nachhaltigkeit greifbar zu machen. Es reicht, Emissionen pro Fahrt zu messen, den Fahrzeugtyp zu berücksichtigen und den Fahrstil in klarer, vergleichbarer Form mit Effizienz in Beziehung zu setzen.

Jeder Verbrennungsmotor hat einen Effizienz-Sweet-Spot. Fährt man weit außerhalb davon, beschleunigt aggressiv oder bremst unnötig, steigen die Emissionen. Wird dieser Zusammenhang sichtbar gemacht, hört Nachhaltigkeit auf, abstrakt zu sein. Sie wird verhaltensbezogen.

Der Zusammenhang ist nicht linear. Basierend auf Emissionsmodellen des Umweltbundesamts kann dasselbe Fahrzeug bei 180 km/h nahezu dreimal so viel CO₂ ausstoßen wie bei optimalen Geschwindigkeiten zwischen 50–80 km/h. Selbst die vom Hersteller angegebenen Emissionen setzen diesen Idealbereich voraus – das Fahrverhalten in der Realität erhöht oder verringert die Basiswerte routinemäßig um bis zu 20%. Telematik macht diese Abweichungen auf Fahrtebene sichtbar und verwandelt eine abstrakte Effizienzkurve in umsetzbares Feedback.

Abbildung: CO₂-Emissionen nach durchschnittlicher Fahrgeschwindigkeit, basierend auf PHEM-Emissionsmodellierung (Euro-6-Flottendurchschnitt).
Die Emissionswerte basieren auf angepassten Fahrzyklen aus dem Handbook Emission Factors for Road Transport (HBEFA), berechnet mit dem Passenger Car and Heavy-Duty Emission Model (PHEM). Das dreisegmentige Regressionsmodell folgt Ahn & Rakha (2021). Bei Geschwindigkeiten zwischen 50 und 80 km/h bleiben die Emissionen annähernd konstant bei 130 g/km. Oberhalb von 80 km/h steigt der CO₂-Ausstoß quadratisch – bei 180 km/h erzeugt ein Fahrzeug nahezu die dreifachen Emissionen im Vergleich zum optimalen Bereich. Das ±20%-Band für Fahrverhalten zeigt, wie der individuelle Fahrstil (Beschleunigungsmuster, Bremsen, Drehzahl) die gesamte Kurve verschiebt. Nutzen Sie den Slider, um den Effekt zu erkunden.

Die Rolle von Eco-Scores und einfachen Symbolen

Daten allein verändern kein Verhalten. Die Darstellung tut es.

Viele Fahrer können mit „Gramm CO2 pro Kilometer“ wenig anfangen. Das ist zu technisch und zu weit weg vom Alltag. Deshalb muss Nachhaltigkeit in der Telematik in intuitives Feedback übersetzt werden.

Ein Eco-Score, der auf dem Fahrstil basiert, kann abbilden, wie nah ein Fahrer in effizienten Geschwindigkeitsbereichen unterwegs ist und wie gleichmäßig er das Fahrzeug führt. Dieser Score muss keine komplexen Formeln offenlegen. Er muss nur zeigen: besseres Fahren bedeutet geringere Wirkung.

Für manche Zielgruppen ist selbst das noch zu konkret. Ein Symbol kann stärker wirken als eine Zahl.

Ein bis fünf grüne Blätter. Ein wachsender Baum. Eine einfache visuelle Progression, die nachhaltiges Verhalten über die Zeit widerspiegelt.

Diese Stellvertreter machen Nachhaltigkeit emotional statt technisch. Sie verlagern den Fokus von „Wie viele Gramm?“ zu „Wie habe ich abgeschnitten?“

Nachhaltigkeit ist auch eine Messaging-Strategie

Technologie allein repositioniert keine App. Kommunikation tut es.

Eine Telematik-App kann sich wie ein Überwachungsinstrument anfühlen, das sich ausschließlich auf Risiko und Schäden konzentriert. Oder sie kann sich wie ein Mobilitätsbegleiter anfühlen, der sichereres und verantwortungsvolleres Verhalten unterstützt.

Der Unterschied liegt oft in Messaging und Marketing Automation.

Zum Beispiel:

  • Eco-freundliche Fahrleistungen in Push-Benachrichtigungen hervorheben
  • Sanftes Fahren sowohl als sicherer als auch als nachhaltiger framen
  • Alternativen für kurze Wege fördern, etwa zu Fuß gehen oder Radfahren
  • Mobilitäts-Insights mit gesundheitsorientierten Botschaften kombinieren

Wenn ein Teil der Customer Journey konsequent Nachhaltigkeit berührt, verschiebt sich die Wahrnehmung des gesamten Programms.

Dafür braucht es keine überzogenen Behauptungen. Es braucht eine durchdachte Orchestrierung. Telematik-Events wie kurze Fahrten, häufige Kaltstarts oder verbesserte Eco-Scores können Kommunikation auslösen, die Verhalten in eine konstruktive Richtung lenkt.

Wie Versicherer und Fahrer Telematik für nachhaltige Ergebnisse nutzen

Generali Mobility App by Dolphin Technologies

Generali Mobility: Den nachhaltigen Mobilitätsmix belohnen

Generalis Mobility-App stellt den Verkehrsmittelmix in den Mittelpunkt der User Experience. Statt sich ausschließlich auf Autofahrten zu konzentrieren, misst die App, wie sich Kunden insgesamt fortbewegen – einschließlich öffentlicher Verkehrsmittel, Radfahren sowie Autonutzung als Fahrer oder Mitfahrer.

Nachhaltige Modi wie Radfahren und öffentliche Verkehrsmittel werden aktiv mit höheren Scores belohnt, etwa 120 Score-Punkten für umweltfreundliche Trips. Indem Generali Mobilitätsentscheidungen mit geringem Impact erkennt und incentiviert, erweitert das Unternehmen Telematik über reines Fahrverhalten hinaus und macht Mobilitätsdaten zu einem Nachhaltigkeitsinstrument.

Porsche Smart Driver: Nachhaltigkeit kontextualisieren

Die Porsche Smart Driver App übersetzt Fahrverhalten in einen klaren Green-Score, visualisiert durch intuitive Blattsymbole. Statt abstrakter CO₂-Werte erhalten Fahrer unmittelbares Feedback dazu, wie nachhaltig eine konkrete Fahrt war.

Wichtig ist: Der Score bildet mehr ab als den Fahrstil. Selbst eine ruhige und sichere Fahrt kann ein schwächeres Eco-Rating erhalten, wenn sie sehr kurz war oder durch starken Verkehr beeinflusst wurde. Indem Porsche den Kontext der Fahrt sichtbar macht, werden Telematikdaten zu einem praktischen Nachhaltigkeitssignal – das zu effizienteren Nutzungsmustern und mehr Bewusstsein für alltägliche Mobilitätsentscheidungen anregt.

Porsche SmartDriver App by Dolphin Technologies

Versicherer als Enabler für Nachhaltigkeit

Kfz-Versicherung arbeitet mit engen technischen Margen. Traditionell konzentriert sich das Geschäftsmodell darauf, Risiko präzise zu tarifieren und Schäden effizient zu regulieren.

Doch Telematik eröffnet eine andere Dimension. Versicherer können:

  • Fahrstil beeinflussen
  • Unfallrisiko reduzieren
  • Kraftstoffverbrauch senken
  • Zur Emissionsreduktion beitragen
  • Multimodale Mobilität fördern

Es geht nicht darum, Versicherer zu Klimaaktivisten zu machen. Es geht darum anzuerkennen, dass sich sicheres Fahren, effizientes Fahren und nachhaltiges Fahren stark überlappen.

Weniger harte Beschleunigungen bedeuten weniger Unfälle und geringeren Kraftstoffverbrauch. Weniger Kurzstrecken senken sowohl die Risikoexposition als auch die Emissionen. Wer für sehr kurze Distanzen zum Gehen statt Fahren motiviert, verbessert die Gesundheit und kann die Schadenfrequenz über die Zeit reduzieren.

In diesem Kontext wird Nachhaltigkeit zum Nebenprodukt besseren Risikomanagements.

Ein pragmatischer Blick auf Autos und Nachhaltigkeit

Autos werden auf absehbare Zeit Teil von Mobilitäts-Ökosystemen bleiben. Der Übergang zu Elektrofahrzeugen wird weitergehen, doch selbst E-Flotten profitieren von effizientem Fahren und vorausschauender Fahrtplanung.

Was ist also die Antwort auf den scheinbaren Widerspruch zwischen Autos und Nachhaltigkeit?

Die Antwort ist nicht, die Umweltwirkung von Mobilität zu leugnen. Und es ist nicht, jedes digitale Feature als Nachhaltigkeitsinitiative zu labeln. Die Antwort ist pragmatischer.

Machen Sie das Fahren nachhaltiger.

Machen Sie Emissionen messbar. Machen Sie Verhalten sichtbar. Machen Sie Feedback intuitiv. Machen Sie Kommunikation konsistent.

Telematik löst den Klimawandel nicht. Aber sie gibt Versicherern und Mobilitätsakteuren einen praktischen Hebel: Verhalten. Sie ermöglicht, Emissionen Fahrt für Fahrt zu senken, smartere Mobilitätsentscheidungen zu fördern und Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit in einem einzigen Framework auszurichten.

Autos und Nachhaltigkeit sind vielleicht keine natürliche Kombination. Doch Fahren kann nachhaltiger werden, wenn es gemessen, verstanden und aktiv beeinflusst wird.

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