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Blog » Strategie & Business » Risiken erkennen, bevor sie entstehen: Neues Risikomanagement in der Kfz-Versicherung
Strategie & Business

Risiken erkennen, bevor sie entstehen: Neues Risikomanagement in der Kfz-Versicherung

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Seit Jahrzehnten ist die Kfz-Versicherung grundlegend reaktiv.

Risiko wird im Vorfeld anhand statischer Proxy-Merkmale – Alter, Postleitzahl, Fahrzeugtyp – beurteilt und später über die Schadenserfahrung korrigiert. Zuerst treten Verluste ein. Das Lernen kommt danach.

Dieses Modell funktionierte, als Daten knapp waren und Margen großzügiger. Heute trifft beides nicht mehr zu.

Schadeninflation, engere Combined Ratios und zunehmend heterogenes Fahrverhalten haben eine strukturelle Schwäche offengelegt: Traditionelle Risikomodelle erklären die Vergangenheit hervorragend, sind jedoch strukturell begrenzt, wenn es darum geht, vorherzusehen, was als Nächstes passiert.

In der Folge zahlen Versicherer zunehmend für Risiko nachdem es sich bereits materialisiert hat, statt es zu steuern, während es entsteht. Dies ist das zentrale Spannungsfeld moderner Kfz-Portfolios – und der Grund, warum proaktives Risikomanagement in der Kfz-Versicherung sich vom Nice-to-have zur strategischen Notwendigkeit entwickelt.

Wie Risiko heute noch definiert wird

Die meisten Kfz-Portfolios werden immer noch anhand zweier Haupt-Inputfaktoren bepreist und gesteuert:

  • Statische Proxy-Merkmale (Demografie, Fahrzeugmerkmale, Region)
  • Nachlaufende Schadendaten (historische Schadenserfahrung)

Diese Eingaben sind wertvoll – aber unvollständig. Sie setzen voraus, dass Risiko stabil, langsam veränderlich ist und erst beobachtbar wird, nachdem etwas schiefgegangen ist.

In Wirklichkeit ist Kfz-Risiko dynamisch und verhaltensbasiert. Es verändert sich danach, wie, wann und wo Menschen tatsächlich fahren.

Telematik fügt eine vorausschauende Ebene hinzu

Telematik führt ein grundlegend anderes Signal ein: Verhaltensdaten.

Anstatt Risiko indirekt abzuleiten, können Versicherer es direkt beobachten:

  • Fahrverhalten (Geschwindigkeitsüberschreitungen, starkes Bremsen, Ablenkung)
  • Expositionsmuster (Tageszeit, Fahrtdauer, Straßenkontext)
  • Situatives Risiko (Wetter, Verkehrsdichte, städtische vs. ländliche Nutzung)

Diese Daten ersetzen aktuarielle Modelle nicht. Sie ergänzen sie um eine vorausschauende Ebene, die widerspiegelt, wie Risiko sich gerade bildet – nicht, wie es sich vor Monaten oder Jahren verfestigt hat.

Das ist der Wandel vom reaktiven zum proaktiven Risikomanagement in der Versicherung.

Von der Theorie zur messbaren Prävention

Risikoprävention wird in der Versicherung seit Langem diskutiert – aber selten gemessen.

Verhaltensdaten ändern das.

Wenn Versicherer Folgendes können:

  • Hochrisiko-Fahrmuster frühzeitig identifizieren
  • Kontextbezogene Warnungen oder Coaching auslösen
  • Sichereres Verhalten zum richtigen Zeitpunkt verstärken

hört Prävention auf, theoretisch zu sein. Sie wird beobachtbar, testbar und quantifizierbar.

Wichtig ist, dass sich Verhaltens-Insights durch ereignisbasierte Kommunikation und Marketing-Automatisierung operationalisieren lassen. Anstelle generischer Sicherheitskampagnen können Versicherer auf Basis des realen Fahr- und Expositionskontexts kommunizieren – nach einem riskanten Fahrmuster, während saisonaler Risikospitzen oder wenn sich das Verhalten verbessert.

Dies geht auch über das Fahren selbst hinaus hin zur Prävention situativer Risiken. Wird beispielsweise erkannt, dass ein Fahrzeug im Freien in einem Gebiet geparkt ist, für das ein schwerer Hagelsturm vorhergesagt wird, kann der Versicherer den Kunden proaktiv benachrichtigen und sogar eine konkrete Präventionsmaßnahme anbieten – etwa kostenloses oder rabattiertes Parken in einer nahegelegenen Garage.

In diesem Modell ist Prävention nicht länger abstrakter Rat. Sie wird zu einem rechtzeitigen, ortsbezogenen Service, der Kunden hilft, Schäden zu vermeiden, bevor sie entstehen, und gleichzeitig vermeidbare Schadenfälle direkt reduziert.

So entsteht eine Rückkopplungsschleife, in der Kommunikation, Coaching und Anreize direkt daran gekoppelt sind, wie sich Risiko im täglichen Fahren und in der Nutzung entwickelt.

Die Wirkung beschränkt sich nicht mehr auf nachgelagerte Preisanreize. Risiko wird beeinflusst bevor es zu einem Schadenfall wird.

Risikobezogene Entscheidungen nach vorne verlagern

Die wichtigste Konsequenz von Verhaltensdaten betrifft den Ort der Entscheidungen.

Traditionelle Modelle korrigieren Fehler nachgelagert – nachdem Verluste aufgetreten sind. Verhaltens-Insights ermöglichen Versicherern die Vorverlagerung:

  • Bevor sich Fehlbepreisung potenziert
  • Bevor sich adverse Selektion beschleunigt
  • Bevor vermeidbare Schäden die P&L belasten

Dies gilt nicht nur für Underwriting und Bepreisung, sondern auch für die Kundeninteraktion. Verhaltensbasierte Trigger ermöglichen ein frühes Eingreifen – durch Warnungen, Nudges oder positive Verstärkung – statt erst zu reagieren, wenn der Schaden eingetreten ist.

Underwriting, Bepreisung, Portfoliosteuerung und Kundenkommunikation profitieren alle von früheren, granulareren Signalen.

Verhaltensbasierte Risikointelligenz in großem Maßstab

Um proaktives Risikomanagement zu operationalisieren, benötigen Versicherer Verhaltenssignale, die zuverlässig, skalierbar und mit bestehenden Modellen kompatibel sind.

Hier kommen verhaltens- und expositionsbasierte Risiko-Scores – wie der MOVE Score – ins Spiel. Anstelle von Rohdaten aus der Telematik erhalten Versicherer einen datenschutzfreundlichen, aggregierten Risikoindikator, der traditionelle aktuarielle Inputs ergänzt.

Solche Scores lassen sich nutzen als:

  • Zusätzliches Underwriting-Signal
  • Instrument zur Portfolioüberwachung
  • Auslöser für zielgerichtete Präventions- und Kommunikations-Journeys

Durch die Verknüpfung verhaltensbasierter Risikointelligenz mit Marketing-Automatisierung können Versicherer Risikoselektion, Prävention und Engagement in einem einzigen Rahmen ausrichten.

Die geschäftlichen Ergebnisse, die zählen

Wird verhaltensbasierte Risikointelligenz konsequent angewendet, sehen Versicherer greifbare Ergebnisse:

Bessere Risikoselektion

Verhaltenssignale helfen, gute von schlechten Risiken innerhalb desselben demografischen Segments zu unterscheiden und erhöhen Fairness und Präzision.

Geringere Portfoliovolatilität

Eine frühere Erkennung von Risiko-Drift stabilisiert die Schadenquoten und reduziert unangenehme Überraschungen über Erneuerungszyklen hinweg.

Weniger vermeidbare Schadenfälle

Kontextuelle Prävention und Verhaltensänderung senken die Frequenz direkt – insbesondere bei alltäglichen, volumenstarken Schadenfällen.

Warum proaktives Risikomanagement nicht mehr optional ist

Proaktives Risikomanagement in der Kfz-Versicherung ist kein Differenzierungsmerkmal mehr – es wird zur Notwendigkeit.

Da Verhaltensdaten leichter zugänglich und von Haus aus datenschutzfreundlich werden, klafft für rein reaktive Versicherer eine immer größere Lücke:

  • Langsamere Feedback-Schleifen
  • Höhere Volatilität
  • Weniger Kontrolle über vermeidbare Verluste

Kfz-Risiko ist nicht mehr nur etwas, das man bepreist. Es ist etwas, das man steuert, beeinflusst und reduziert – in Echtzeit.

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